Thermoplastischer Kunststoff (Thermoplast)

Unter einem Thermoplast versteht man einen Kunststoff, der sich unter dem Einfluss von Wärme verformen lässt. Thermoplasten bestehen aus linearen Molekülketten (Polymere), die sich aus Einzelmolekülen, sogenannten Monomeren, zusammensetzen. Die Monomere werden nicht durch chemische Bindungen, sondern mittels zwischenmolekularer Kräfte in Form von Wasserstoffbrückenbindungen zusammengehalten.

Zu den Thermoplasten gehören Polyethen (PE), Polypropen (PP), Polystyrol (PS), Polyvinylchlorid (PVC), Polyacrylnitril (PAN), Polyamide (PA) sowie Polyester (PES) und Polyacrylate, zu denen auch Polymethylmethacrylat (PMMA) zählt, mit seiner wohl bekanntesten internationalen Marke PLEXIGLAS®.

Beim Erwärmen eines thermoplastischen Kunststoffes werden die zwischenmolekularen Kräfte schwächer. Deshalb nimmt die Bewegung der langen Molekülketten mit steigender Temperatur zu, wodurch der Kunststoff weich und formbar wird. Durch diese Tatsache lässt sich auch die Begriffszusammensetzung erklären:

`Thermoplastisch´ leitet sich aus den griechischen Worten für Wärme sowie Formbarkeit ab.

Thermoplastische Kunststoffe durchlaufen umkehrbare, reversible Zustandsänderungen: Sie erhärten beim Abkühlen wieder. Ein häufig anzutreffendes Verarbeitungsverfahren ist das Spritzgußverfahren.

Weiterführende Informationen: Freie Universität Berlin und Thomas Seilnacht.

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