Thermoplastischer Kunststoff (Thermoplast)

Unter einem Thermoplast versteht man einen Kunststoff, der sich unter dem Einfluss von Wärme verformen lässt. Thermoplasten bestehen aus linearen Molekülketten (Polymere), die sich aus Einzelmolekülen, sogenannten Monomeren, zusammensetzen. Die Monomere werden nicht durch chemische Bindungen, sondern mittels zwischenmolekularer Kräfte in Form von Wasserstoffbrückenbindungen zusammengehalten.

Zu den Thermoplasten gehören Polyethen (PE), Polypropen (PP), Polystyrol (PS), Polyvinylchlorid (PVC), Polyacrylnitril (PAN), Polyamide (PA) sowie Polyester (PES) und Polyacrylate, zu denen auch Polymethylmethacrylat (PMMA) zählt, mit seiner wohl bekanntesten internationalen Marke PLEXIGLAS®.

Beim Erwärmen eines thermoplastischen Kunststoffes werden die zwischenmolekularen Kräfte schwächer. Deshalb nimmt die Bewegung der langen Molekülketten mit steigender Temperatur zu, wodurch der Kunststoff weich und formbar wird. Durch diese Tatsache lässt sich auch die Begriffszusammensetzung erklären:

`Thermoplastisch´ leitet sich aus den griechischen Worten für Wärme sowie Formbarkeit ab.

Thermoplastische Kunststoffe durchlaufen umkehrbare, reversible Zustandsänderungen: Sie erhärten beim Abkühlen wieder. Ein häufig anzutreffendes Verarbeitungsverfahren ist das Spritzgußverfahren.

Weiterführende Informationen: Freie Universität Berlin und Thomas Seilnacht.

Polystyrol (PS)

Polystyrol (Abk. PS) ist ein weit verbreiteter thermoplastischer Kunststoff.

Im Jahr 1839 wurde entdeckt, dass sich das Öl aus dem Harz eines vorderasiatischen Baumes an der Luft in eine zähe Masse verwandelt. Diese Flüssigkeit wird Styrol genannt und heute synthetisch aus Erdöl hergestellt. Sie bestehen aus Einzelmolekülen, sogenannten Monomeren. Der Chemiker Hermann Staudinger erkannte 1920, wie man Styrol polymerisiert, das heißt daraus einen Kunststoff herstellt. Bei der Herstellung des Kunststoffes Polystyrol finden sich die Styrol-Monomere zu größeren Molekülen, die Polymere genannt werden, zusammen.

Der preisgünstige Kunststoff wird in granulierter, gut handhabbarer Form an Hersteller von Gebrauchsartikeln wie beispielsweise Kleiderbügel, Wäscheklammern, Spielzeug und Haushaltsgefäße geliefert. Auch Verpackungen werden häufig aus PS hergestellt, wobei diese Beispiele auf die alltägliche Präsenz des Kunststoffes verweisen. Auch werden Prospektständer, Flyerständer und Visitenkartenhalter aus Polysterol für die Verkaufsförderung eingesetzt.

Die Beliebtheit von PS ist in seinen Eigenschaften begründet. Sowohl hoher Oberflächenglanz als auch Transparenz sind die Charakteristika dieses Kunststoffes. Er lässt sich nicht nur in allen Farben einfärben, sondern auch  problemlos kleben. Obwohl PS in reiner Form ein relativ spröder, bruchempfindlicher Kunststoff ist, erlaubt Copolymerisation eine günstige Beeinflussung seiner Eigenschaften. Copolymerisation bedeutet, zwei Kunststoffe zu einem zu vereinen.

Da PS gegenüber Ultraviolettstrahlung empfindlich ist, verfärben sich dauerhaftem Sonnenlicht ausgesetzte Produkte allmählich. UV-Strahlen befinden sich außerhalb des Wahrnehmungsbereiches des menschlichen Auges.

Weiterführende Informationen: Chemgapedia, Freie Universität Berlin.

+ vorteile – nachteile
preisgünstiger kunststoff nicht lichtecht, verfärbt sich unter sonneneinstrahlung
hoher oberflächenglanz wird von lösungsmitteln angegriffen
transparenz ohne copolymerisation sehr bruchempfindlich
lässt sich problemlos kleben
leicht einzufärben
beständig gegenüber den meisten laugen, säuren und salzlösungen
hohe formstabilität und härte

Polymethylmethacrylat (PMMA)

Polymethylmethacrylat (Abk. PMMA) ist ein glasartiger, thermoplastischer Kunststoff. Er ist  unter der Handelsmarke Plexiglas® beziehungsweise dem umgangssprachlichem Begriff Acryl bekannt. PMMA wurde nach langer und intensiver Forschungstätigkeit erstmalig 1928 von Otto Röhm synthetisch hergestellt. Es wird zu den Polyacrylaten gerechnet. Diese Kunststoffe basieren auf einem Ester, wobei man unter Veresterung die Reaktion eines Alkohols mit einer Säure bezeichnet. PMMA ist ein Kunststoff aus dem Ester, der sich aus der Verbindung des Alkohols Methanol und Acrylsäure ergibt.

Im Jahr 1937 konnten Besucher der Pariser Weltausstellung eine aus PMMA gefertigte durchsichtige Geige betrachten. Heutzutage wird der Werkstoff beispielsweise zur Herstellung von Verglasungen im Bauwesen, für Aquarien oder Gewächshäuser genutzt. Auch die Spielstätten der Olympischen Spiele in München wurden 1970 mit Platten aus PMMA überdacht. In der Fahrzeugindustrie kommt es bei der Herstellung von Blink- und Rückleuchten zum Einsatz.

Charakteristisch für Polymethylmethacrylat sind seine optischen Eigenschaften: Es hat keine Eigenfarbe, ist lichtecht und gegenüber Glas leichter und preisgünstiger. Aus diesen Gründen wird es zur Fertigung leichtgewichtiger Lupen, Prismen und Linsen verwendet. Allerdings zerkratzt Acryl schneller als Glas. Aufgrund seiner Verträglichkeit mit dem menschlichen Gewebe kommt PMMA zudem in zahlreichen medizinischen Anwendungsgebieten vor. Am Point of Sale verwenden wir das vielseitige Material der Marke PLEXIGLAS® für z.B. Tischaufsteller, Acrylblöcke und diverse andere Wafrenträger, Schmuck-Displays und Schildhalter und Werbeaufsteller.

Weiterführende Informationen: Plasticker und Wecobis.

+ Vorteile – Nachteile
Hohe Transparenz Geringere Oberflächenhärte als Glas
Leicht einzufärben Zerkratzt schneller als Glas
Lichtecht Nachlassende Formstabilität bei zunehmender Temperatur
Geringerer Preis als Glas
Geringeres Gewicht als Glas
Gute Witterungsbeständigkeit
Langlebigkeit
Lässt sich schleifen, polieren und bohren
Beständig gegenüber den meisten Laugen, Säuren und Salzlösungen
Keine besonderen Belastungen durch Brandgase, geringe Rauchentwicklung

Bodenprospektständer werben für Ausflugsziele

Werbetechnisch auf sicherem Boden bewegen – Präsentieren Sie Ihre emotionalisierenden Marketingmaterialien mit einem Bodenprospektständer! (09.05.2012)

Bei angenehmen Temperaturen und durch Feiertage verlängerte Wochenenden kommt bei vielen die Lust auf einen Tagesausflug, Kurzurlaub oder eine besondere Outdoor-Freizeitaktivität auf. Sofern die Wahl nicht aufgrund von Gewohnheiten relativ habitualisiert abläuft, beeinflussen informierende, bildende und unterhaltende Medien die Wahrnehmung von und Entscheidung für ein Veranstaltungsangebot. Das Angebot reicht von online zur Verfügung gestellten Auskünften bis hin zu Druckerzeugnissen wie Flyern und Handzetteln, Broschüren und mehrseitigen Katalogen. Weiterlesen

Marketingaktionen mit Losboxen umsetzen

Der innovative Werbedisplay-Anbieter offeriert seinen Kunden im Online-Shop ein umfangreiches Angebot an Losboxen und Wahlurnen aus Plexiglas®.

Dörverden: Losboxen sind bewährte Werbedisplays für Mitmach-Aktionen und lassen sich erfolgreich für interaktive Marketing- und Verkaufsaktionen am Point of Sale einsetzen. Die Kunden der VITAdisplays International Holding GmbH, einem der führenden Anbieter von Werbedisplays in Europa, können dabei aus einer variantenreichem Sortiment mit klassischen Modellen, Modellen mit integriertem Top-Schild und abschließbaren Varianten auswählen. Weiterlesen